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Konkurrenz belebt das Geschäft

Sabine Mörsel am 15.03.2012
Konkurrenz belebt das Geschäft„Hoffentlich werden nicht noch mehr Schwestern selbständig – sonst haben wir bald soviel Konkurrenz, dass wir keine Aufträge mehr bekommen...“ . So oder ähnlich höre ich es oft, wenn ich anderen freiberuflichen Schwestern begegne. Ich meine jedoch: Umgekehrt wird ein Schuh draus. Eine alte Weisheit besagt: Konkurrenz belebt das Geschäft. Das gilt auch für den Bereich der freiberuflichen Pflege. Und auch hier muss nicht unbedingt die eine Krähe der anderen ein Auge aushacken.

Das Gesundheitswesen und die Pflegewirtschaft befinden sich in einem großen Umbruch. Zunehmend weniger Pflegepersonal steht eine immer älter und kränker werdende Bevölkerung gegenüber. Auch wenn es viele Einrichtungen und Institutionen noch nicht wahr haben wollen sind die freiberuflichen Pflegekräfte eine sinnvolle Alternative um die Personalprobleme zumindest teilweise abzufedern. Das bedeutet aber auch, dass sich in einem freien Gesundheitsmarkt jede freiberufliche Kraft mit ihren eigensten Qualitäten behaupten muss.

Und diese Qualitäten können sich in der Regel zeigen lassen. Durch den häufigen Fachbereichswechsel haben Freiberufler ein weiteres Erfahrungsspektrum als fest angestellt Pflegende, sind technisch versierter und achten eher auf die Einhaltung von Qualitätsstandards. Außerdem nehmen sie häufiger Weiter- und Fortbildungen teil. Diese Qualitäten werden auch von den Auftraggebern bemerkt und entsprechend mit Wiedervergabe von Aufträgen honoriert. Freiberufler sollten deshalb auch auf ihre eigene Weiterentwicklung achten.

Dabei kann auch der Austausch mit der Konkurrenz nützlich sein. Was diese betrifft: je mehr Schwestern und Pfleger in Freiberuflichkeit auf den Markt kommen, umso mehr kann das als Zeichen der Nachfrage gewertet werden. Mehr Freiberufler bedeuten auch mehr Auftraggeber. Um die zu halten, sollte jeder Einzelne an sich und seiner Qualifikation arbeiten, um so auch das Gesamtbild von einer jungen, motivierten und positiven Branche zu fördern. Wenn freiberuflich Pflegende so wahrgenommen werden, werden sie auch gerne gebucht.

Also keine Angst vor Konkurrenz, sondern Mut zum Wettbewerb und zur eigenen Entwicklung!
Tags: Freiberuflichkeit Aufträge Konkurenz Weiterbildung Qualität freiberufliche Krankenschwester Sabine Mörsel

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