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Die Rentenversicherung rudert zurück

Maren Krusch am 15.09.2015

David gegen Goliath


David gegen Goliath, so könnte man den Kampf einer Berliner Hauskrankenpflege nennen, die im Januar 2015 eine unliebsame Überraschung erlebte und den Sieg davon trug.
Der fleißige Pflegedienst erhielt Besuch von einem Betriebsprüfer. Der Prüfer ließ es sich nicht nehmen, die Zusammenarbeit zwischen Pflegedienst und selbständiger Pflegefachkraft in Augenschein zu nehmen.

Nach der Betriebsprüfung erhielt der Pflegedienst von der deutschen Rentenversicherung Post. In dem Schreiben behauptetet die RV, festgestellt zu haben, dass die selbständigen Pflegefachkräfte, von welchen die Einrichtung Unterstützung erhielt, als abhängig Beschäftigte anzusehen wären und nicht als Selbständige.
Der Pflegedienst möchte nun doch bitte 31.000 € Sozialversicherungsbeiträge an die Deutsche Rentenversicherung nachzahlen.
Das ließ der Pflegedienst nicht auf sich sitzen.
Die mutige Pflegedienstleitung kontaktierte einen Anwalt und siehe da...

Die Forderungen der Deutschen Rentenversicherung wurden erfolgreich zurückgewiesen.<

Die rechtlichen und tatsächlichen Umstände der selbständigen Pflegefachkräfte, die bei dem besagten Pflegedienst tätig waren, wurden konkret und überzeugend dargelegt.
Zur Freude des Pflegedienstes konnte der Anwalt mit diesen Sachverhalten die Deutsche Rentenversicherung davon überzeugen, dass es sich bei der Tätigkeit der selbständigen Pflegefachkräfte auch wirklich um Selbständige handelte und nicht um abhängig Beschäftigte. Der Vorwurf der Scheinselbständigkeit wurde somit von der RV fallengelassen.

Die geforderten 31.000 € stehen wieder der Patientenversorgung zur Verfügung.

Und das ganz ohne Gerichtsurteil.
Tags: Bestätigung Selbständigkeit Statusfeststellungsverfahren Scheinselbstständigkeit Rentenversicherung

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