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Die Rentenversicherung und die Scheinselbständigkeit

Maren Krusch am 03.07.2017


Wie es begann


Zu der Zeit, als im wilden Westen der USA die Revolver das Sagen hatten, erschuf im guten Deutschen Reich Otto von Bismarck die Sozialversicherungen.

Vorläufer der Sozialversicherungen waren die berufsspezifischen Versorgungssysteme der Zünfte, Gilden und des Bergbaus.

Das deutsche Kaiserreich wiederum war weltweit der Vorreiter vom Aufbau staatlicher Sozialsysteme.

Kaiser Wilhelm I. (1797-1888)
Kaiser Wilhelm II. (1859-1941)
Otto von Bismarck (1815-1898)

17. November 1881 Kaiserliche Botschaft


Wegen des wachsenden Einflusses der Sozialdemokratie sieht sich Kaiser Wilhelm I. auf Anraten des Reichskanzlers Otto von Bismarck veranlasst, seine Auffassung vorzutragen, der Reichstag solle Gesetze zur finanziellen Absicherung der Arbeiter gegen Krankheit, Unfall, Invalidität und Alter beschließen.
Er sendet daher zur Eröffnung des deutschen Reichstages am 17. November 1881 folgende, auf Bismarck zurückgehende Kaiserliche Botschaft. In den folgenden Sitzungsperioden verabschiedet der Reichstag mehrere Gesetze zur sozialen Sicherung.

In weiteren Sitzungsperioden folgen weitere Gesetze zur sozialen Absicherung des deutschen Volkes. Angefangen mit einer Krankenversicherung bis hin zur Invaliditäts- und Altersversicherung.

Am 01. Januar 1891 tritt erstmalig das Gesetzt der Invaliditäts- und Altersversicherung in Kraft.


Reichstag
7. Legislatur-Periode
IV. Session 1888/89.

Gesetz,
betreffend die
Invaliditäts- und Altersversicherung.
Nach den Beschlüssen des Reichstags in dritter Beratung.

Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König von Preußen x.
Verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths und des Reichstags, was folgt:
Anfang und Gegenstand der Versicherung.

Es folgt die Erstfassung des Gesetzes der Invaliditäts- und Altersversicherung aus dem Jahr 1888/1889.

Grundsätzlich


Die Sozialversicherungen und somit auch die Deutsche Rentenversicherung Bund sind ein Teilbestand des deutschen Staates.

Generationenvertrag


Die soziale Absicherung der Deutschen über die Deutsche Rentenversicherung erfolgt über einen sog. Generationenvertrag.
Sinn und Zweck eines Generationenvertrages ist, dass die Jüngeren Beiträge einzahlen und diese Beträge an die Älteren, also die Rentner, als Rente ausbezahlt werden.
Das funktioniert wunderbar, wenn die Geburtenrate der nachfolgenden Generation mindestens genauso hoch ist, wie die in der Generation davor.
Sobald aber die Geburtenrate sinkt, gibt es in der nachfolgenden Generation zu wenig Beitragszahler. Somit müssen immer weniger junge Leute in eine Rentenkasse einzahlen, dessen Gelder an immer mehr ältere Menschen als Rente ausbezahlt werden.

Versäumnis der Reform


Die Bundesregierung Deutschlands hatte seit mindestens der frühen 80er Jahre Kenntnis davon, dass so ein Generationenvertrag in der Zukunft nicht aufrechtzuerhalten ist.
Es war bekannt, dass die Rentenversicherung dringend reformiert werden musste.
Reformen blieben dennoch aus.

Warum identifiziert sich Deutschland über die Sozialversicherung


Die Bundesregierung nimmt bei Angestellten über die Abgaben in die Sozialversicherungen mehr Geld ein als über die Lohnsteuer.

Die Sorge um das Wohl der Bürger ist reine Heuchelei.
Es geht schlicht und einfach um das jährliche Generieren von Milliardenbeträgen, welche für die Interessen der Bundesregierung und für die Interessen anderer Länder verwendet werden. Abstruse Beispiele hierfür sind die Zahlung von Entwicklungshilfe an China und das Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei, durch welches geregelt ist, dass alle in der Türkei lebenden Familienangehörige eines Türken, der hier in Deutschland lebt und krankenversichert ist, automatisch mitversichert sind. So kann also die Mutter in Anatolien ohne Probleme sich ihre ärztliche Behandlung in der Türkei von der deutschen Krankenkasse finanzieren lassen.

Wie kam es zu dem „Gesetz“ der Scheinselbständigkeit


Die Rot/Grüne Regierung unter Kanzler Gerhard Schröder erfand die sog. Scheinselbständigkeit wie wir sie heute kennen.
Übrigens gibt es kein eigenes Gesetz „Scheinselbständigkeit“
Man unterscheidet in der Gesetzgebung lediglich zwischen sozialversicherungspflichtig abhängig Beschäftigten oder nicht sozialversicherungspflichtigen Selbständigen.
Berücksichtigt werden auch jene Gruppen, die selbständig sind und dennoch einer Sozialversicherungspflicht unterliegen, wie z.B. die selbständige Krankenschwester in der Rentenversicherungspflicht steht.
Mit der Unterscheidung ob abhängig beschäftigt oder nicht, versucht man eine Umgehung der gesetzlichen Abgaben in die Sozialversicherungen zu unterbinden.
Im Bundestag wurden später die neuen Vorschriften zur Scheinselbständigkeit diskutiert.
Dabei ging es u.a. um einen Kriterienkatalog, an Hand dessen eine Selbständigkeit oder aber ein abhängiges Beschäftigungsverhältnis festgestellt werden sollte.
Am 10. November 1999 forderte der Bundestag die Bundesregierung sogar auf, die am 01. Januar 1999 in Kraft getretenen Vorschriften zur Scheinselbständigkeit aufzuheben:
„Die Anhörung im Ausschuss für Arbeit und Sozialordnung hat ergeben, dass
die dringend notwendige Rechtssicherheit auch mit dem vorliegenden Rechtsentwurf nicht hergestellt wird. Die Anhörung hat zudem ergeben, dass die Quote der Selbständigen, die im Alter auf Sozialhilfe angewiesen ist, extrem gering ist. Damit werden die Neuregelungen zur „Scheinselbständigkeit“ als das entlarvt, was sie sind: Ein Notprogramm auf dem Rücken der Selbständigen zur Sanierung der Sozialkassen. Damit ist auch der vorliegende Gesetzentwurf untauglich, um die Verwerfungen, die Rot-Grün dem Arbeitsmarkt gebracht hat, zu beseitigen.“

Siehe: http://dipbt.bundestag.de/doc/btd/14/020/1402098.pdf

Die Vorgeschichte


Ende der 90er Jahre wurde von großen Konzernen in Deutschland weniger angestelltes Personal benötigt, als zuvor angenommen. Durch gesetzlich unflexible Arbeitsgesetze konnten Mitarbeiter nicht entlassen und bei Bedarf genauso schnell wieder eingestellt werden.
Die arbeitsrechtlichen Strukturen sind und waren dafür zu steif.
Für die Betriebe sind zu viele Mitarbeiter ein kostspieliges Vergnügen, was auf die Dauer untragbar ist.
Man überlegte, all jenen Mitarbeitern, die betriebsbedingt gekündigt wurden, anzubieten, in der selbigen Firma als freier Mitarbeiter auf Honorarbasis zu arbeiten. Damit hätte der Konzern wesentlich flexiblere Möglichkeiten im Einsatz von Mitarbeitern gehabt.
Freie Mitarbeiter hingegen könnten frei auszuwählen, welche Honoraraufträge für sie attraktiv seien und welche nicht. Von einer flexibleren Freizeitgestaltung mal ganz abgesehen.

Auf diesem neuen Markt hätten Firmen nur gute Honorarkräfte eingesetzt und Honorarkräfte hätten sich nur mit guten Kunden abgegeben.
Geschadet hätte es einzig und allein den Faulen.

Die Rot/Grüne Bundesregierung fürchtete nun aber weniger Geld über die Abgaben der Angestellten zu erhalten. Denn der Bärenanteil an Geldern fällt dem Deutschen Staat durch die Abgaben der Arbeitnehmer in die gesetzlichen Sozialversicherungen zu. Angestellte sind verpflichtet, in alle gesetzlichen Sozialversicherungen, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung, einzuzahlen. Angestellte dürfen sich nicht aussuchen, wie sie sich krankenversichern wollen, ob gesetzlich oder privat. Erst ab einem extrem hohen Einkommen kann ein Angestellter sich privat versichern. Die breite Masse muss sich mit den gesetzlichen Krankenkassen begnügen.

Ein Selbständiger hingegen hat die freie Auswahl, in welche Krankenversicherung er einzahlen will. Ob eben gesetzlich oder privat. Darüber hinaus muss er nicht in die Rentenversicherung oder Arbeitslosenversicherung freiwillig einzahlen, ausgenommen bestimmter Berufsgruppen.


Was sind die wahren Absichten hinter der Scheinselbständigkeit


Es geht ums Geld und um nichts anderes als ums Geld.

Schnell erfand die Regierung die „Lösung“ für ihr Problem drohender, schrumpfender Einnahmen.
Dem Bürger verkaufte man es als die Besorgnis um sein Wohl.
Den Firmen verkaufte man es als soziale Verantwortung.

Dabei ging es einzig und allein um das Wohl des Staates und nicht um das des Bürgers.

Ihm, dem Bürger wurde erzählt, er sei als Selbständiger überaus gefährdet und bösen Auftraggebern ausgeliefert.
Die soziale Absicherung fehlt und was wäre, wenn er plötzlich ohne Auftrag mutterseelenallein im Rinnstein endet.

Den Firmen wurde erzählt, „ihr habt sie wohl nicht mehr alle, was fällt euch ein, wir werden eure Finanzen schon schlachten, ihr werdet zahlen, zahlen, zahlen“. Das wurde alles diplomatisch verpackt. Aber so ist es letztendlich gewesen.

Und wie bei Rotkäppchen der böse Wolf im Kostüm der lieben Oma seine Sprüche aufsagte, so erfand die Bundesregierung ihre neue Fußangel: Scheinselbständigkeit.

Wie das geht:


Man unterstelle einer Firma, sie habe in ihrem freien Mitarbeiter ja in Wahrheit einen Scheinselbständigen (abhängig beschäftigt und somit vollumfänglich sozialversicherungspflichtig) beschäftigt.
Auftraggeber (Firmen) wie Krankenhäuser, Altenheime und was auch immer haben wesentlich mehr Geld auf der Kante als der einzelne Selbständige.
So wurde ein „Gesetz“ gestrickt, das nur dem Auftraggeber die Schlinge um den Hals wirft. Denn nur der Auftraggeber darf in so einem Fall alle Sozialversicherungsbeiträge an den Staat nachzahlen, wenn er denn angeblich Scheinselbständige beschäftigt hätte. Der einzelne Selbständige geht bei dieser Rechnung frei aus. Ihm werden dadurch nur seine Kunden abspenstig gemacht.
Einen größeren Beutezug konnte sich die Regierung nicht vorstellen und setzte alles daran, ihr neues Gesetz der ewigen Knechtschaft in die Tat umzusetzen.

Was ist ein Statusfeststellungsverfahren/Statusprüfung


Darunter versteht man die Auswertung eines Fragebogens, um festzustellen, ob ein Selbständiger in den Augen der Deutschen Rentenversicherung auch wirklich selbständig war oder ist oder aber abhängig beschäftigt (scheinselbständig).
Eine Statusprüfung ist für einen Selbständigen so hilfreich wie ein Kopfschuss.
Verschiedene Formulare der Deutschen Rentenversicherung werden zur sog. Statusprüfung verwendet. Das Bekannteste ist das Formular V027.
Wer glaubt, das Ausfüllen so eines Formulars sei harmlos, der irrt.
Die Rentenversicherung wertet dieses Formular erfahrungsgemäß immer nur für ihren eigenen Zweck aus.
Sie tut nichts anderes, als alle Antworten auf diesem Fragebogen dahingehend zu beurteilen, dass der Selbständige gar nicht selbständig ist, war oder sein kann.
Sie können dort hinschreiben was Sie wollen. Die Rentenversicherung wird es leider immer gegen Sie verwenden.


Warum sind die Pflegekräfte im Fadenkreuz der DRV


Eine der größten Berufsgruppen in Deutschland sind die Pflegekräfte.

Dem Staat ist nichts heiliger als seine Finanzen. Die Vorstellung, viele Pflegekräfte ließen sich nicht mehr als Angestellte ausbeuten, sondern stehen plötzlich auf eigenen Füßen, ist für die Regierung anscheinend schier unerträglich. Wertvolle Gelder würden dem Staat verloren gehen.
In höchstwahrscheinlich alptraumhafter Umnachtung rotteten sich die Sozialversicherungen zusammen und verfassten ihre schrägen Ansichten in einem Protokoll. Das Ergebnis nannte sich: „GKV Besprechungsprotokoll der Spitzenverbände der Sozialversicherungen“. Dort wurde nach Art der Guillotine jedwede Idee, eine Pflegekraft könne in einer Einrichtung als selbständige Pflegekraft tätig sein, einen Kopf kürzer gemacht. Pflegekräfte können per se nicht selbständig tätig sein, so das Denken der DRV. Diese irrige Sichtweise kann nur daran liegen, dass Bürohengste bestimmter Regierungsetagen nie die Wirklichkeit einer arbeitenden Krankenschwester erahnen. Von dem vielen Rumgerenne für die Patienten könnten Bürokraten Fußkrebs bekommen. Es liegen somit Welten zwischen der praktischen Wirklichkeit einer Klinik und den wahnwitzigen Vorstellungen sogenannter Spitzenverbände.

Welche Gesetze missachtet die DRV heute


1. Das 5. Gebot: Du sollst nicht töten


Damit ist um Gottes Willen ja nun nicht gleich gemeint, die DRV oder gar der gute deutsche Staat würde eigenhändig seine Bürger ins Jenseits befördern. Nein ganz und gar nicht.
Es ist nur ein bisschen problematisch, wenn eine Klinik plötzlich malträtiert wird und auf den Einsatz von Honorarkrankenschwestern oder -ärzten verzichten muss. In diesem angenommenen Fall bliebe so manch wichtige medizinische Versorgung der Patienten, insbesondere der Älteren, auf der Strecke. Da wäre es im schlimmsten Falle denkbar, wenn die Großmutter vorzeitig beim Allmächtigen erscheint, als ursprünglich von Gottes Gnaden geplant.

2. Artikel 12 Grundgesetz


Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland Artikel 12
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.
(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.
(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

Es gibt nirgends ein Gesetz, welches die Art der Berufsausübung für Pflegekräfte auf ein Angestelltenverhältnis beschränkt.

Jeder Beruf oder jede Tätigkeit, darf in Deutschland selbständig ausgeübt werden, wenn der Bürger das so haben möchte.

Es ist vollkommen legal, wenn Pflegekräfte selbständig tätig sind.

3. Sozialversicherungsgesetz IV. Buch


Versicherungspflicht bei der Deutschen Rentenversicherung Bund für bestimmte Berufsgruppen wie Krankenschwestern, Kinderkrankenschwestern, Säuglingsschwestern, Hebammen, Lehrer, Küstenschiffer und Kapitäne. Etc.

Das Sozialgesetz beinhaltet Versicherungspflicht bei der Deutschen Rentenversicherung für Selbständige der oben genannten Berufsgruppen.

Es geht also um eine Rentenversicherungspflicht für:

1) Selbständige Krankenschwestern/Pfleger
2) Selbständige Kinderkrankenschwestern/Pfleger
3) Selbständige Säuglingsschwestern/Pfleger
4) Selbständige Hebammen
5) Etc.

Wenn nun diese Berufsgruppen per Gesetz verpflichtet sind, als Selbständige Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung zu entrichten, wie möchte man vernünftig rechtfertigen, diese Berufsgruppen hätten nicht selbständig gearbeitet oder könnten gar nicht selbständig tätig sein?
Das Argument, die Pflegekraft habe ja bei dem Betrieb, der Einrichtung, die Patienten versorgt und sei damit dort betrieblich eingegliedert gewesen und somit abhängig beschäftigt, ist nicht nur wirklichkeitsfremd, sondern auch boshaft. Denn wo bitte sollten Pflegekräfte ihre Arbeit verrichten, wenn nicht dort, wo der Patient ist.

1. Krankenpflegegesetz


… interdisziplinär mit anderen Berufsgruppen zusammenzuarbeiten und dabei multidisziplinäre und berufsübergreifende Lösungen von Gesundheitsproblemen zu entwickeln.
…die die Krankenschwestern und Krankenpfleger, die für allgemeine Pflege verantwortlich sind …, aufgeführten Tätigkeiten und Aufgaben in eigener Verantwortung durchzuführen…

Eine Pflegekraft, die wie oben beschrieben arbeitet, ist weder auf den Kopf gefallen noch unselbständig.

Davon einmal ganz abgesehen


benötigt ein Patient für seine Genesung das reibungslose Zusammenspiel verschiedener medizinischer Berufsgruppen, die da wären:

Ärzte, Krankenschwestern, Apotheke, Krankengymnastik, das Labor die liebe Röntgendiagnostik, die Radiologie, CT, MRT, Nuklearmedizin, die Angiographie, das Herzkathederlabor, der Kreissaal, die OP-Säle aller Fachdisziplinen, die Anästhesie, die Schmerzambulanz, Konsiliarärzte, die Medizintechnik, alle möglichen Ersatzteile, die in einen menschlicher Körper reinpassen, die Forschungsabteilung die Pathologie,
usw.

In einer Klinik kommen noch so ein paar Kleinigkeiten hinzu wie



Die Aufnahme, die chirurgische Notaufnahme, innere Notaufnahme, pädiatrische Notaufnahme, gynäkologische Notaufnahme, Reanimationsraum (Emergency Room), Not-OP, gleich neben dem Reanimationsraum, Gipsraum, Großküche, Diätküche, Milchküche, Küchenpersonal, Kantine, Kiosk, Friseur, Bäcker & Konditor, das Café, Wäscherei, Schneiderei, Putzkolonnen, der gute alte Hausmeister, neumodisch: Facility Manager, Schlüsseldienst, Reparaturwerkstatt für alles Grobe, Reparaturwerkstatt für alles diffizile wie medizinische Geräte, die Dame am Empfang, der Wachdienst, der Schäferhund vom Wachdienst, der Gärtner, der Stallknecht - trifft nur zu auf Kliniken mit Extraabteilung für größere Haustiere reicher Ölscheichs. Wird alles von den Sozialversicherungen mitfinanziert, aber nirgends offiziell zugegeben – aber - vielleicht ist das auch nur so eine dumme Geschichte.
Dann noch: die Bettenzentrale, die Verwaltung, die Haustechniker, die Hauselektriker, der Pastor, Pfarrer, Krankenhausseelsorge, Sozialdienst, die Hygienekommission, der Desinfektor, die Frauenbeauftragte, der Männerbeauftragte (ist noch Zukunftsmusik), bin gleich fertig, kommen nur noch Aufsichtsräte wie der Aufsichtsrat der Forschungsabteilung für wissenschaftlichen Irrsinn, Unsinn, Leichtsinn und Sinnvolles, die Krankenpflegeschule, der Schuldirektor, die ganzen Dozenten der Krankenpflegeschule, die Handwerker fürs Malern, Tapezieren, Fliesenlegen, sanitäre Anlagen mitten in der Nacht reparieren, damit eine chirurgische Bettenstation keinen Swimmingpool erhält.
Gibt bestimmt noch mehr…

Ein paar Kleinigkeiten wie Parkhaus, Garten, Parkanlage, Gärtnerei, Hubschrauberlandeplatz, Piloten, flugtaugliche Notärzte etc. habe ich jetzt mal übersprungen.

Und all diese Dinge dienen nur einem Zweck: Patient soll gesund werden!

Warum verhält sich die DRV derart ignorant


Frage deine Großeltern, wie die DRV auf Anfragen reagiert. Die häufigste Antwort wird sein „die waren wenig hilfreich.“

Böse Zungen berichten, dass kein Mitarbeiter der DRV für seine Fehler bei dem besagten Thema Scheinselbständigkeit selber zur Verantwortung gezogen würde.
Uns ist zu Ohren gekommen, dass wenn die DRV die Finanzen einer Klinik schlachten möchte, sie ihren geimpften Prüfer zur Klinik entsendet mit der Aufgabe, alles einzusacken, was nicht niet- und nagelfest ist. Kluge Personalchefs argumentieren tapfer, aber wo kein Wille ist, ist auch kein Weg zum Verständnis. Prüfer mit einem schlechten Gewissen werden kurzerhand woanders hingeschickt. Der Rest prüft hirngewaschen weiter. So hat man uns jedenfalls berichtet.

Warum kommen Antworten immer in Satzbausteinen


Haben Sie schon mal einen fleißigen Beamten in Behörden gesehen? Ich nicht.
Die Meisten sind mit Kaffeetrinken überfordert, während Andere auf quietschenden Wägelchen Akten und Papierkram durch die Flure schleifen.

So fällt es der DRV auch gar nicht auf, wenn sie durch ihr Würfelspiel der Satzbausteine schon mal was echt Bescheuertes zu Papier bringt.
Stellen Sie sich vor: Dem Einen wird durch Paragraph XY erzählt, er sei als Selbständiger nicht in der Rentenversicherungspflicht, dem Anderen wird mit dem gleichen Wortspiel vorgehalten, er könne gar nicht selbständig sein und dem Dritten wird gesagt, er habe jetzt monatlich seine Beiträge zu entrichten. Wer soll das verstehen?
Intelligenten Menschen wäre aufgefallen, dass dort, wo ein gültiges Gesetz bestimmte selbständige Berufsgruppen zur Beitragszahlung verpflichtet, dieses Gesetz nicht einfach durch die Missdeutung eines anderen Gesetzes entsorgt werden kann.

…Bismarck würde sich im Grab umdrehen…

Schämen sollen sich diejenigen, die sich anmaßend erlauben, Gesetze nach Gutdünken zu verdrehen und Gelder zu missbrauchen. Und dabei kann sich jeder an die Nase fassen, der diesen Schwachsinn mitmacht, von den Chefetagen der DRV bis zum Sozialversicherungsprüfer, der bei Einrichtungen Erbsenzählen geht.

Selbständige Pflegekräfte setzen sich durch


Glücklicherweise setzten sich viele Pflegefachkräfte und Einrichtungen erfolgreich zur Wehr.
Viele Sozialgerichte haben dem Raubrittertum der DRV einen Riegel vorgeschoben.

Dazu kommen die harten Fakten. Es geht nicht mehr ohne selbständige Pflegekräfte. Sie werden mehr denn je gebraucht und sind aus dem Alltag der Einrichtungen nicht mehr wegzudenken.

Und wen die DRV trotzdem nervt, der schreite zur Tat und nehme sich einen guten Anwalt fürs Levitenlesen vor Gericht.

Maren Krusch

Quellenangaben



Bundesarchiv Berlin, „Gesetz betreffend die Invaliditäts- und Altersversicherung.“
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_12.html

https://www.gesetze-im-internet.de/krpflg_2004/BJNR144210003.html

http://www.bmz.de/de/laender_regionen/asien/china/

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/ende-der-entwicklungshilfe-noch-immer-fliesst-geld-nach-china-11043481.html

http://www.tuerkei-recht.de/downloads/sozsich-d-tr.pdf

https://www.dvka.de/media/dokumente/rechtsquellen/svabkommen/Tuerkei_SVA.pdf

http://www.epochtimes.de/gesundheit/deutsche-krankenkassen-zahlen-fuer-tuerkische-angehoerige-in-der-tuerkei-mit-a1282201.html

https://koptisch.wordpress.com/2013/06/26/bundesverband-der-aok-das-deutsch-turkische-abkommen-uber-soziale-sicherheit/

Urteile



https://www.plycoco.de/de/blog/24/artikel/Rentenversicherung+unterliegt+selbst%C3%A4ndiger+Fachkraft

https://www.plycoco.de/de/blog/23/artikel/Wer+sich+wehrt%2C+gewinnt.+Wer+sich+nicht+wehrt%2C+hat+schon+verloren.%3Ftags%3DBest%C3%A4tigung-Selbst%C3%A4ndigkeit-Statusfeststellungsverfahren-Scheinselbstst%C3%A4ndigkeit-Rentenversicherung

https://www.plycoco.de/de/blog/22/artikel/Rentenversicherung+verliert+mal+wieder+gegen+selbst%C3%A4ndige+Fachkraft

https://www.plycoco.de/de/blog/20/artikel/Best%C3%A4tigung+der+Selbst%C3%A4ndigkeit+einer+Pflegefachkraft+durch+das+Sozialgericht+Stuttgart%3Ftags%3DBest%C3%A4tigung-Selbst%C3%A4ndigkeit-Statusfeststellungsverfahren-Scheinselbstst%C3%A4ndigkeit-Rentenversicherung

https://www.plycoco.de/de/blog/26/artikel/Urteil+Sozialgericht+D%C3%BCsseldorf+M%C3%A4rz+2017%3Ftags%3DBest%C3%A4tigung-Selbst%C3%A4ndigkeit-Statusfeststellungsverfahren-Scheinselbstst%C3%A4ndigkeit-Rentenversicherung

https://www.plycoco.de/de/blog/25/artikel/Urteil+Berlin+M%C3%A4rz+2017









Tags: Rentenversicherung Scheinselbständigkeit

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